Branchen stehen im Wandel der grünen Logistik
Ressourcen schonendes Arbeiten steht gerade bei Logistikunternehmen im Fokus allen derzeitigen Handelns. Auflagen vom Bund und die nicht mehr zu überhörenden Schreie des Klimas fordern zur Aktion auf. Man möchte auf Dauer erheblich merkbare Einsparungen im Treibstoffverbrauch, klare Reduzierung der Schadstoffemission und die Verwendung nachwachsender Rohstoffe in der Verpackungslogistik erreichen.
Lange Zeit verschloss man in der Branche die Augen vor der Tatsache, dass der Logistik Bereich, einer der am meist schadstoffproduzierenden ist. Als Notwendigkeit wurde es abgetan, dass Güter eben mit einer entsprechenden Umweltbelastung bewegt werden müssen. Erst als man den eigenen Vorteil im Ausgleich der CO2-Emission sah, kam die Einsicht. Reduzierung des Energieverbrauches bedeutet nämlich auch enorme Kosteneinsparungen. Diese Erkenntnis war die Wende in der Diskussion um den Klimaschutz. Mittlerweile sind die großen „Player“ der Branche sogar sehr engagiert. In Zusammenarbeit mit dem Ökoinstitut erarbeiten die DB, Lufthansa und DHL individuelle Klimaschutzprojekte. Diese Projekte resultieren aus der Aufstellung einer Klimabilanz. Aus der Transportbranche ist dieser Trend auch langsam bei der Elektrobranche angekommen. Miele lässt ebenfalls Analysen durch das Öko Institut erstellen, die Aufschluss darüber geben, wie die CO2-Emission auf Transportwegen reduziert werden kann.
DHL macht es vor
Strickte Zielsetzungen formulierte DHL, ein Deutsche Post Unternehmen. Nur so kann Erfolg messbar gemacht werden. 30% weniger an klimaschädlichem Kohlendioxyd soll über den Globus rollen. Diese Zielsetzung wurde aufgeschlüsselt in die Bereiche Briefe, Luftfracht, Pakete und Lagerfläche. Auf jedem Quadratkilometer Lagerfläche soll bis 2020 eine Verminderung der Co2-Emission um 30% erfolgen.
Die Deutsche Post richtet sich direkt an seine Geschäfts und Privatkunden. Selbst kann man sich einen Co2-Report zukommen lassen, welcher Möglichkeiten für Einsparungen aufzeigt. So werden nun alle Briefe und Pakete CO2-neutral verschickt. Ein Beispiel sind versandfertige Umschläge oder Karten, welche mit einer gesonderten Briefmarke versehen sind, die den klimafreundlichen Transport unterstützen. Das durch Transportwege ausgestoßene Kohlendioxid wird durch die Investition in Biomassekraftwerke kompensiert.
Auch andere Unternehmen nehmen nun die Kohlendioxid reduzierten Transportlösungen von DHL in Anspruch. Der Containertransport von Bosch und Siemens läuft über den Schienenverkehr, anstelle auf der Straße. Hier ist eine Erfolgsbilanz von bis zu 60 Prozent zu verbuchen. Der Technikhersteller Hewlett-Packard setzt auf Go-Green. Containerumschlagplätze wurden verlagert und eine Erhöhung der Transportmengen führte hier zu vierzig Prozent Co2 Einsparung
Mit Investitionen Co2 Ausstoß kompensieren
Bei Kritikern klingt das Prinzip Investition als Kompensation eher, wie moderner „Ablasshandel“, in dem man sich von seinen Sünden frei kauft. Experten kontern hier, dass man im Falle des Treibhausgasausstoßes eher einen Schadensersatz an der Allgemeinheit zahlt. Klingt ehrlich gesagt auch eher nach Gewissensberuhigung als nach Lösung.
Wie dem auch sein. Ein Anfang ist gemacht und das Bewusstsein für das Klima ist geweckt. Zuletzt, sei noch die Alternative vorgestellt der Tankkarte, die den eigenen CO2-Ausstoß berechnet. Kann sowohl von privat als auch von gewerblichen Kraftfahrern genutzt werden. Dieser Service kostet den Nutzer 15€ pro verbrauchtem CO2. Mit diesem Geld wird in Goldstandards vom WWF und der UN investiert.
Bildquelle: © Peter Freitag / PIXELIO

Die Kalte Jahreszeit hält Einzug. Die Tage sind kurz und trübe und die Nächte brechen schon früh herein. Viele unserer Mitmenschen haben ihren Saisonhöhepunkt erfolgreich gemeistert. Dementsprechend zeigt unsere Motivationskurve in Richtung Keller und wir vernachlässigen auch leicht eine vitaminreich, ausgewogene Ernährung.